| ALMANACH - Brotsorten |
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| Blätterteig |
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Blätterteig (Feuilletage) ist eine Teigart, deren
Trieb ausschließlich physikalisch zustande kommt. Es werden dabei
Fettschichten eingearbeitet, die beim Backen das verdampfende Wasser
daran hindern, zu entweichen - das Gebäck bläht sich auf.
In den festen Teig aus hellem Mehl, Wasser und Salz wird eine Schicht
Butter oder Margarine eingeschlagen. Danach wird der Teig mehrfach
ausgerollt. Die Zugrichtung beim Ausrollen wird dabei jedes mal um 90°
gedreht, so dass der Teig gleichmäßig belastet wird und nicht reißt.
Zwischen den Ausrollphasen muss der Teig ca. 10 Minuten gekühlt werden.
Das Ausrollen wird Tourieren genannt. Bäcker sprechen von einfachen
Touren und doppelten Touren. Bei einer einfachen Tour wird die fertig
eingeschlagene Teigplatte dreifach gefaltet. Bei einer doppelten Tour
faltet der Bäcker die Platte in vier Schichten.
Ein Blätterteig bekommt in der Regel zwei einfache Touren und zwei
doppelte Touren. Am Ende besteht er aus 3 x 3 x 4 x 4 = 144
Fettschichten und 288 Teigschichten, von denen die innen liegenden
paarweise zu einer verbunden werden - es bleiben also 145. |
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Biskuitteig |
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Biskuitteig ist ein lockerer Teig aus Eischnee,
Eigelb, Zucker und wenig Mehl, der für feines Gebäck und Torten
verwendet wird. Zur Zubereitung werden z. B. 75 g Zucker mit vier Eigelb
schaumig gerührt, 75 g Weizenmehl (oder eine Mischung aus Weizen- und
Stärkemehl) hinzugefügt und der Schnee von drei Eiweiß vorsichtig
untergehoben. Gebacken wird Biskuitteig etwa 20 min bei einer mäßigen
Temperatur von 180°C auf Backpapier oder in einer nur am Boden, nicht
aber an den Seiten gefetteten Form. Ist er noch warm, kann ein
Biskuitboden mithilfe des Backpapiers oder eines Küchenhandtuchs gerollt
werden. |
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Brandteig |
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Brandteig oder Brühteig ist ein spezieller Teig für
Gebäck wie Windbeutel und Spritzkuchen oder Klöße. Sein Name rührt
daher, dass ein Teil der Zutaten schon beim Teigrühren erhitzt,
"abgebrannt" wird.
Zur Zubereitung werden 1/2 l Milch und 65 g Butter (oder 1/2 l Wasser
und 100 g Butter) zum Kochen gebracht, 125 g Weizenmehl dazugegeben und
auf dem Herd mit einem Holzlöffel verrührt, bis sich die Masse vom Topf
löst. Nach dem Abkühlen werden vier Eier, Salz und bei Bedarf Zucker
untergerührt. Die Konsistenz soll mittelfest und noch spritzfähig sein.
Weiterverarbeitung je nach Rezept. Brandtteig kann gebacken, frittiert,
oder wie Kloßteig in Wasser gegart werden. Typisch für Brandteiggebäck
sind die großen Hohlräume im Inneren, die sich gut für süße oder salzige
Füllungen eignen. |
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| Hefeteig |
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Hefeteig ist ein Teig, der mit Hilfe der Bäckerhefe
Saccharomyces cerevisiae, einem lebenden einzelligen Pilz, hergestellt
wird. Für die Teigbereitung sind einige weitere Zutaten (zum Beispiel
Mehl, Salz, Zucker und Wasser oder Milch) erforderlich und bestimmte
Temperaturen und Ruhezeiten einzuhalten.
Alle Zutaten werden solange von Hand oder mithilfe einer Knetmaschine
(jedoch langsam!) geknetet, bis ein glatter, elastischer Teig entstanden
ist. Anschließend muss man dem Hefeteig an einem wärmeren Ort eine
Ruhezeit gönnen, bis sich sein Volumen durch die Produktion von
Kohlendioxid-Gas, das bei der Atmung der Hefezellen entsteht, in etwa
verdoppelt hat. |
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| Mürbeteig |
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Mürbeteig, auch Mürbteig oder Knetteig, ist ein
fettreicher Teig, der nur wenig aufgeht. Er wird hauptsächlich für Kekse
und Tortenböden benutzt.
Für das Grundrezept werden drei Teile Mehl, zwei Teile Fett und ein Teil
Zucker verwendet, dazu je 500 g Teigmasse ein Ei und eine Prise Salz.
Als Mehl sollte man kleberarme Sorten bevorzugen. Der Teig wird meist
nicht gerührt, sondern mit den Händen verarbeitet. Dabei dürfen die
Zutaten nicht zu stark geknetet werden, sondern nur locker vermischt.
Wenn die Zutaten gerade binden, stellt man den Teig für ca. eine Stunde
kalt.
Sind die Zutaten zu warm oder wird zu lange geknetet, wird der Teig
brandig und reißt beim Ausrollen. Kommt Flüssigkeit mit dem Mehl in
Verbindung, ohne vorher mit dem Fett verbunden zu sein, wird der Teig
zäh. |
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| Sauerteig |
Sauerteig entsteht von selbst, wenn man ein Gemisch aus
Wasser und Mehl einige Tage lang stehen lässt. Da die Zusammensetzung
der Mikroben im Teig von den Bakterien und Hefen in der Umgebung
abhängig ist, wird im Backhandwerk eine Startkultur beigemischt, um so
eine gleich bleibende Qualität zu garantieren.
Da Roggen- bzw. Mischmehle erst durch Säurebildung backfähig werden,
sind z.B. Sauerteige bzw. Teigsäuerungsmittel bei der Herstellung von
Roggen- und Mischbroten unerlässlich. Zudem bilden sich während der
Sauerteigführung charakteristische Geschmackskomponenten, die das Aroma
des Brotes positiv beeinflussen. |
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| Strudelteig |
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Strudelteig ist ein Knetteig, sehr elastisch und ganz
ohne Zucker und wenig Fett. Dafür ist sehr viel Mehl bei. Das Mehl ist
auch wichtig, denn es muss gut kleben. Darum ist die Auswahl der
Mehlsorte wichtig. Der Teig wird ganz dünn ausgerollt und mit einer
Füllung belegt. Das ganze wird zusammengerollt. Die Naht wird gut
verknetet. Viele Strudel schmecken warm am Besten. |
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| Rührteig |
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Ein Rührteig ist ein Kuchenteig, der ohne Hefe, ohne
Milch und ohne Käse auskommt. Er besteht aus Fett, Zucker, Eiern und
Mehl. Rührteige bedürfen eines Backtriebmittels, um aufzugehen.
Rührteige sind sehr schnell und unkompliziert herzustellen, backen
schnell aus und bieten viel geschmacklichen Gestaltungsspielraum. |
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