| ALMANACH - Brotsorten |
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| Grundsätzlich werden zwei Arten von Brot unterschieden: |
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gesäuertes Brot, das mit Hilfe von Treibmittel
(Sauerteig, Hefe, Backpulver) hergestellt wird, wodurch es eine lockere
Konsistenz bekommt.
ungesäuertes Brot, das gebacken wird, noch bevor die
Sauerteiggärung beginnt, oft als Fladenbrot.
Daneben werden Brotsorten unter anderem nach dem verwendeten Getreide
(z.B. Weizen oder Roggen), den Mehlarten (Auszugsmehl oder Vollkornmehl,
fein oder grob gemahlen) und speziellen Zutaten (z.B. Kürbiskerne oder
Sonnenblumenkerne) eingeteilt. |
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Rund die Hälfte des verzehrten Brots ist Mischbrot,
das aus einer Mischung von Roggen- und Weizenmehl gebacken wird. In
Deutschland dürfte es über 200 Brotsorten und mindestens 1.200 Arten von
Kleingebäck geben. Wie hell oder dunkel ein Brot ist, hängt nicht nur
vom Mehl ab, sondern auch vom Backprozess. Je weniger Kleie ein Brot
beinhaltet, desto heller ist die Farbe des Mehls und der daraus
entstandenen Brote. |
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| Roggenbrot |
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wird fast nur aus Roggenmehl gebacken und je nach
dem, wie hoch oder wie niedrig der Ausmahlungsgrad ist, so hell oder
dunkel wird das Brot. Es wird nur mit Sauerteig (ohne Hefe) gebacken.
Der Geschmack ist ausgesprochen kernig und aromatisch - die Haltbarkeit
gut. |
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| Roggenvollkornbrot |
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enthält alle Bestandteile des Getreidekorns und ist
daher besonders gehaltvoll und nahrhaft. Es ist reich an Ballaststoffen
und damit in der Lage die Darmträgheit zu normalisieren. Die Haltbarkeit
ist gut. |
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| Roggenmischbrot |
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wird aus einem Gemisch von Roggen- und Weizenmehlen
hergestellt, bei dem der Roggenmehlanteil größer ist. Diese Mischbrote
sind die meistgekauften. Ist der Roggenmehlanteil größer, ist das Brot
würziger. Haltbarkeit dieses Brotes ist gut. Der Teig wird mit Hefe oder
Sauerteig oder mit beidem gelockert. |
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| Weizenmischbrot |
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Bei ihm überwiegt Weizenmehl gegenüber dem
Roggenmehlanteil. Der Teig wird mit Hefe, Sauerteig oder mit beiden
gelockert. Je höher der Weizenmehlanteil ist, desto lockerer und heller
wird das Brot und umso milder und neutraler der Geschmack. Das Brot ist
nicht lange haltbar. |
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| Weizenschrotbrot |
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wird aus Weizenbackschrot mit Hefe und etwas
Sauerteig hergestellt. Es ist etwas dunkler als reines Weizenbrot.
Es hat eine bröckelige Krume und schmeckt kräftiger als Weißbrot. Die
Bestandteile des Getreidekorns werden genutzt. |
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| Weizenbrot |
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Es ist die hellste Brotsorte, wird aus hellen
Weizenmehlen mit Hefe - manchmal auch mit Milchzusätzen - hergestellt.
Der Geschmack ist mild und neutral. |
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| Weißbrot |
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gilt in den westlichen Ländern, speziell in
Frankreich, Italien, England und den USA, als das Brot schlechthin. Auch
verwendet als Toastbrot - das Toasten stammt aus den angelsächsischen
Ländern und soll das Brot durch das Rösten geschmacklich verbessern. Es
hält sich durch die Anteile von Milch, Fett und Zucker lange frisch. |
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| Spezialbrote |
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Nur dann dürfen Brote diese Bezeichnung führen, wenn
mindestens eine der folgenden Voraussetzungen erfüllt ist:
a) Verarbeitung von speziell hergestellten Mahlerzeugnissen
b) Verwendung von weniger üblichen Zutaten
c) Verwendung von anderen als Brotgetreidemehlen
d) Anwendung von weniger üblichen Backverfahren |
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| Baguette |
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Stammt ursprünglich aus Frankreich. Das in
Stangenform gebackene Weißbrot hat eine besonders knusprige Kruste sowie
eine lockere, großporige Krume. Dem Krustenanteil verdankt das Baguette
sein volles Aroma. |
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| Buttermilchbrot |
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Zumeist ein Weizenbrot, dem Buttermilch beigefügt
wird. |
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| Gerstenbrot |
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Ein würziges, dunkles Sauerteigbrot aus Roggen oder
Roggen-Weizenmischungen mit kräftiger Kruste. Der Name kommt davon, dass
die Teigstücke vor dem Backen abgeflämmt (gegerstelt) werden. |
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| Gewürzbrot |
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Wird mit den unterschiedlichsten würzigen Zusätzen
gebacken. Besonders beliebt sind Kümmel, Sesam oder Leinsamen. |
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| Grahambrot |
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Das aus geschrotetem Weizen gemachte Vollkornbrot
(mindestens 60 Prozent Grahamschrot) ist nach einem amerikanischen Arzt
benannt. Hat eine braune Krume und wird nach Originalrezept ohne Zusatz
von Salz gebacken (niedriger Säuregehalt, hoher Eiweißgehalt). |
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| Dawabrot |
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Zeichnet sich durch einen Zusatz von mindestens 10
Prozent Dawamehl (thermisch behandelte Getreidemahlprodukte) aus. Es
enthält Röstprodukte, die das Mehl dunkelbraun machen. |
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| Dinkelbrot |
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Wird unter Verwendung von mindestens 60 Prozent Mahl-
und Schälprodukten des Dinkelweizens erzeugt. Hat einen würzigen,
nussigen Geschmack und kann bei Weizenallergie den herkömmlichen Weizen
ersetzen. |
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| Haferbrot |
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lässt sich nur mit Weizen backen. Enthält viel
Vitamin B1, E1, Eisen und Kalium. Wegen seiner cholesterinsenkenden
Eigenschaft geschätzt. |
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| Steinofenbrot |
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Wird während der gesamten Backzeit auf
nicht-metallischen Backgutträgern wie Natur- bzw. Kunststeinen oder
Schamott gelegt. |
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| Molkebrot |
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Unter ausschließlicher Verwendung von Molke (statt
Wasser) produziert. Meist ein Mischbrot, dem auch gekochte Kartoffeln
oder Kartoffeltrockenprodukte zugesetzt werden. |
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| Kleiebrot |
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Ballaststoffreiches Brot; enthält einen Zusatz von 10
Prozent Speisekleie. Kleie (Frucht- und Samenschalen des Korns) war
früher ein Abfallprodukt; wird heute wegen seiner verdauungsfördernden
Wirkung und dem hohen Mineralstoffgehalt geschätzt. |
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| Rheinisches Schwarzbrot |
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Ovales Roggenbrot. Wird in Kästen gebacken.
Eingestreute (ganze) Getreidekörner geben einen besonderen Biss; äußerst
lange haltbar. |
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| Schlüterbrot |
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Vollkornbrot aus Roggen, dem Schlütermehl beigegeben
wird. Schlütermehl wird aus Kleie gewonnen, wobei sich Stärke in Zucker
umwandelt. Der Zucker karamellisiert beim Backen, färbt die Krume braun
und verleiht einen süßlich-aromatischen Geschmack. |
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| Sechskornbrot |
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Roggen, Hafer, Gerste, Hirse, Leinsamen und Sesam
werden geschrotet dem Teig beigemengt. Würziges Weizen- und
Roggenschrotbrot. |
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| Simonsbrot |
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Ein Roggenbrot aus vollem Korn. Die Körner werden
eingeweicht, zu Brei zerquetscht und mit Sauerteig bzw. Hefe zu einem
Teig angesetzt. Der grobe Teig wird bei mäßiger Hitze einen halben Tag
lang gebacken. Es wird als Kastenbrot gebacken und hat kaum eine Kruste,
dafür aber einen herb-süßen Geschmack. |
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| Steinmetzbrot |
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Aus vollen Weizen- und/oder Roggenkörnern gebackenes
Kastenbrot. Ein aufwendiges Herstellungsverfahren stellt sicher, dass
die wertvollen Bestandteile erhalten bleiben. Gebacken wird das Brot in
verschiedenen viereckigen Blechformen bei einem längeren Backprozess.
Dieser gibt dem Brot den herzhaften Geschmack. |
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| Knäckebrot |
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Ist ein von Schroten und dunklen Mehlen stammendes
Brot. Wird nach einem speziellen Produktionsverfahren sehr flach
ausgewalzt und in dünnen Schichten sehr heiß und relativ kurz gebacken.
Die kurze Backdauer und der geringe Wassergehalt des Knäckebrotes
bedingen eine gute Erhaltung der Vitamine und eine lange Haltbarkeit des
Brotes. |
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| Kamutbrot |
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Wird aus einer schon in Ägypten bekannten Weizenart
namens Kamut hergestellt. Dieses Brot wird vor allem bei Weizenallergien
sowie bei Pilzerkrankungen empfohlen. Mehl und Brot sind auch bei
Vollkornprodukten von heller Farbe. |
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| Toastbrot |
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Dieses feinporige, helle Weizenbrot verfügt über
einen Teig, der mit Milch, Fett und Zucker angesetzt wird. So entsteht
eine besonders feine Krume. Dieses Kastenbrot gibt es mit Butter
gebacken, als Dreikornbrot (Weizen, Roggen, Hafer) sowie mit
verschiedenen Zusätzen wie Kleie oder Sesam. |
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Buttertoastbrot |
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Toastbrot, das auf 100 Teile Mehl mindestens 5 Teile
Butter oder die entsprechende Menge Butterreinfett enthält. (100g
Buttertoastbrot enthalten durchschnittlich 2,7 % Butterreinfett. Das
entspricht 3,3 % Butter). |
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Leinsamenbrot |
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Brot unterschiedlicher Mehlmischungen und -typen, bei
dessen Herstellung auf 100 g Getreideerzeugnisse mindestens 8 g
Leinsamen (Samen von Lein oder Flachs) verarbeitet werden. Hoher Anteil
an Ballaststoffen. |
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Pumpernickel |
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Besonders intensiv, mindestens 16 Stunden lang
gebackenes, krustenarmes und dunkles Roggenschrotbrot mit
süßlich-malzigem Geschmack. |
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Sonnenblumenkernbrot |
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Brot mit mindestens 8 % Sonnenblumenkernen am
Mehlanteil. Sonnenblumenkerne haben einen hohen Vitamin E-Gehalt und
sind reich mehrfach ungesättigten Fettsäuren. |
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